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AWA-Barometer

Das AWA-Barometer umfasst Kennzahlen, die aus der Tätigkeit des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA-SG) entstehen. Durch seine Rolle als Bewilligungs- und Kontrollinstanz, im Vollzug der Arbeitslosenversicherung sowie durch die Tätigkeit der Standortförderung erhält das Amt zu einem frühen Zeitpunkt Einblick in unternehmerische Entscheidungen, noch bevor diese umgesetzt und wirksam werden. In der Summe ergibt sich ein vielfältiges Bild der wirtschaftlichen Entwicklung aus Sicht des AWA-SG. Die Gesamteinschätzung wird in der Regel zweimal jährlich aktualisiert, ausser es zeigen sich Entwicklungen, die eine raschere Neubetrachtung nötig machen.

 

Den Anfang macht eine zusammenfassende Einschätzung seitens des AWA-SG. Daran schliessen die einzelnen Kennzahlen an, gruppiert nach Hauptabteilungen. Bei Kennzahlen, die bereits auf dem von der Fachstelle für Statistik betriebenen kantonalen Statistikportal vorhanden sind, wird direkt dorthin verlinkt.

 

Informationen zum methodischen Hintergrund und zum Aktualisierungsrhythmus der Kennzahlen finden Sie auf einer separaten Seite.

AWA-Barometer: Gesamteinschätzung (Herbst 2016)

Im laufenden Jahr deuten die meisten Indikatoren auf eine weitere Stabilisierung der Lage hin. Die Zahlen der Personalmassnahmen wie auch der Voranmeldungen zur Kurzarbeit haben sich stark zurückgebildet. Die Stellensuchendenzahlen bewegen sich mittlerweile auf Vorjahresniveau. Das AWA rechnet daher mit keiner nennenswerten Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Situation.

Kennzahlen der Hauptabteilung Arbeitslosenversicherung

Abmeldungen mit Stelle

Bild vergrössern: Abmeldungen mit Stelle im Zeitverlauf

Der Anteil der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit mit Stelle ist nach der letzten Revision der Arbeitslosenversicherung im Jahre 2011 leicht gesunken und hat sich danach bei einem Wert zwischen 55 und 60 Prozent eingependelt, unabhängig von der absoluten Zahl der Stellensuchenden. Im Moment ist der Trend stabil.

Trendpfeil stabil

Meldungen zu Massenentlassungen

Bild vergrössern: Meldungen zu Massenentlassungen im Zeitverlauf

Die Zahl der Betriebe, die wegen geplanter Massenentlassungen eine Meldung an das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA-SG) gemacht haben, ist im 1. Quartal 2015 gegenüber den Vorquartalen stark angestiegen. Die Gründe für den Anstieg waren vielfältig, die Frankenstärke war nur einer davon. Viele Firmen gaben als Grund den generell gestiegenen Kostendruck an.

Seither haben sich die Meldungen wieder bei den Vorjahreswerten engependelt.

Bei den Meldungen handelt es sich nicht in allen Fällen um tatsächliche Entlassungen, da auch Änderungskündigungen dem AWA-SG gemeldet werden müssen.

Trendpfeil stabil

Voranmeldungen für Kurzarbeit

Bild vergrössern: Anmeldungen zur Kurzarbeit im Zeitverlauf

Die Zahl der Voranmeldungen zur Kurzarbeit lag im Jahr 2015 klar über den Werten des Vorjahres. Einer der Gründe für das starke Wachstum war die Aufhebung des Euromindestkurses gegenüber dem Franken. Seit 2016 ist der Trend sinkend. Detaillierte Informationen dazu finden Sie auf dem von der Fachstelle für Statistik betriebenen kantonalen Statistikportal.

Trendpfeil stabil

FfS-Trend-Barometer Stellensuchendenzahlen

Trend-Barometer Stellensuchendenzahlen

Das Trend-Barometer zeigt für die nächsten Monate, abgesehen von saisonalen Einflüssen, eine Tendenz zu leicht sinkenden Stellensuchendenzahlen an. Detaillierte Informationen dazu finden Sie auf dem von der Fachstelle für Statistik betriebenen kantonalen Statistikportal.

Trendpfeil stabil

Kennzahlen der Hauptabteilung Standortförderung

Unterstützte Expansionen bestehender Unternehmen

Bild vergrössern: Begleitete Expansionen bestehender Unternehmen

Durch die Begleitung und Unterstützung von ansässigen Unternehmen werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Die durch die Standortförderung unterstützten und begleiteten Expansionen helfen im langjährigen Durchschnitt jeweils um die 1000 Arbeitsplätze zu sichern und haben, gemäss Rückmeldungen der beteiligten Firmen, in den letzten vier Jahren über 1000 neue Arbeitsplätze im Kanton geschaffen.

Wie im Falle der Ansiedlungen ist es schwierig, aufgrund der Entwicklung eines Jahres von einer Trendwende zu sprechen. Auch hier kann mit einer Stabilisierung gerechnet werden.

Trendpfeil stabil

Ansiedlungen neuer Unternehmen

Bild vergrössern: Ansiedelungen neuer Unternehmen

Die Zahl der durch Ansiedlungen jeweils in ihrem ersten Geschäftsjahr neu geschaffener Arbeitsplätze neu geschaffener Arbeitsplätze war im Beobachtungszeitraum Schwankungen unterworfen. Nach zwei rückläufigen Jahren war die Tendenz 2015 wieder etwas ansteigend, wobei dies nur für die Arbeitsplätze, nicht aber für die Zahl der Betriebe gilt. Per Saldo sind von den zwischen 2005 und 2015 angesiedelten Unternehmen mittlerweile über 2000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Augrund der nach wie vor unsicheren Rahmenbedingungen (unklare Umsetzung MEI, anstehende Unternehmenssteuerreform, starker Franken) ist der weitere Verlauf schwierig vorherzusagen. Am ehesten ist mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen.

Trendpfeil stabil

Kennzahlen der Hauptabteilung Arbeitsbedingungen

Meldepflichtige Arbeitnehmende

Bild vergrössern: Anzahl Meldepflichtige und Arbeitstage im zeitverlauf

Meldepflichtige Arbeitnehmende sind Personen aus den EU-27/EFTA-Staaten, die im Verlauf eines Jahres nicht mehr als 90 Tage in der Schweiz arbeiten. Sie brauchen keine Aufenthaltsbewilligung, müssen jedoch den Arbeitsmarktbehörden mit Angabe der Arbeitstage gemeldet werden. Ihre Zahl ist nach dem Wegfall der Vorrangprüfung für EU-8-Staatsangehörige am 1. Mai 2011 mit grossen saisonalen Schwankungen zuerst angestiegen, seit Anfang 2013 aber recht stabil. Parallel dazu hat sich die Zahl der Arbeitstage entwickelt. Die durchschnittlichen monatlichen Arbeitstage pro Meldepflichtigen sind sehr konstant. Sie bewegen sich zwischen 10 und 15 Tagen.

Gezählt wird jede Person, die während eines Monats für eine Arbeitstätigkeit gemeldet worden ist, auch wenn letztere bereits in einem früheren Monat begonnen hat oder darüber hinaus andauert.

 

Trendpfeil steigend

Gesuche um Arbeitsbewilligung für Angehörige von Drittstaaten

Bild vergrössern: Anzahl Meldepflichtige und Arbeitstage im zeitverlauf

Angehörige von Drittstaaten erhalten nur ausnahmsweise eine Bewilligung, um in der Schweiz zu arbeiten, falls sich im Inland oder aus einem EU/EFTA-Staat (mit Ausnahme von Kroatien) nachweisbar keine geeignete Person finden lässt. Die genauen Bestimmungen finden sich auf der Methodikseite.

Wegen des Wegfalls der arbeitsmarktlichen Vorrangprüfung der EU-8-Staaten im Mai 2011 ist die Gesuchszahl gesunken und stieg bis Ende 2015 mit Schwankungen leicht an.

Seit dem 1. Juni 2016 gilt für Rumänien und Bulgarien die volle Freizügigkeit. Staatsangehörige dieser Länder brauchen ab diesem Zeitpunkt keine Bewilligung mehr. Es ist allerding nicht klar, ob der zuletzt gemessene leichte Rückgang damit zusammenhängt.

Trendpfeil stabil

Industrielle und gewerbliche Baugesuche

Bild vergrössern: Industrielle und gewerbliche Baugesuche im Zeitverlauf

Die Jahrestotale der industriellen und gewerblichen Baugesuche, die durch das AWA geprüft werden, sind seit 2010 konstant. 2013 hat sich ein beträchtlicher Anstieg ergeben, der vor allem auf die gewerblichen Planbegutachtungen zurückzuführen war. Dies ist aber eine Ausnahme geblieben. 2014 und 2015 lagen die Werte wieder auf dem Niveau vor 2013. 2016 war erneut ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Trendpfeil stabil

Arbeitszeitbewilligungen

Bild vergrössern: Grafik mit Arbeitszeitbewilligungen im Zeiotverlauf

Die Zahl der kurzen, befristeten Bewilligungen für Sonntags- und Nachtarbeit hat sich seit 2011 bei rund 600 stabilisiert. 2013 bis 2016 gab es jeweils im vierten Quartal feiertagsbedingt markante Ausreisser nach oben.

Trendpfeil steigend

Kontakt Amt für Wirtschaft und Arbeit

Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zentrale Dienste

Adresse: Unterstrasse 22
CH-9001 St.Gallen
Telefon: +41 58 229 35 60
Fax: +41 58 229 22 03