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Stellenmeldepflicht

Im Februar 2014 hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» angenommen. Das Parlament hat darauf eine Stellenmeldepflicht (STMP) in Berufsarten mit

hoher Arbeitslosigkeit beschlossen. Damit soll das Potenzial der inländischen Arbeitskräfte besser genutzt werden.

 

Mit der Stellenmeldepflicht will der Bundesrat die Steuerung der Zuwanderung (Umsetzung der MasseneinwanderungsInitiative) auf Verordnungsebene konkretisieren.
Künftig müssen Unternehmen eine offene Stelle den regionalen Arbeitsvermittlungsämtern (RAV) melden, falls die Arbeitslosigkeit im betreffenden Berufsfeld acht Prozent übersteigt. Dieser Schwellenwert wird ab 1. Januar 2020 auf fünf Prozent gesenkt.

 

Welche Berufsarten sind von der STMP betroffen?

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO publiziert auf der Online-Plattform «arbeit.swiss» eine Liste mit jenen Berufsarten, in denen schweizweit mindestens 8 Prozent Arbeitslosigkeit herrscht und für die neu folglich die STMP gilt. Die Liste kann auch telefonisch über die einzelnen RAV bestellt werden.

 

Unterliegen gemeldete Stellen einem Publikationsverbot? 

Ja. Arbeitgeber, private Stellenvermittler oder Personalverleiher dürfen die offenen Stellen während fünf Tagen nicht öffentlich (Stellenportale, Firmenwebsite etc.) ausschreiben.

 

Warum ist das so? 

Während des Publikationsverbots sind die gemeldeten Stellen ausschliesslich für die beim RAV registrierten Stellensuchenden zugänglich. Damit erhalten diese auf dem Stellenmarkt einen zeitlichen Vorsprung, den sie dazu nutzen können, sich auch aus eigener Initiative rasch auf diese freien Stellen zu bewerben. Die RAV erwarten dies von den Stellensuchenden.

Daher kann der Informationsvorsprung nicht verkürzt werden, auch wenn das zuständige

RAV einem Arbeitgeber zu einer gemeldeten Stelle keine passenden Dossiers zustellen kann.

Stelle melden

Telefon: Über das zuständige RAV

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