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AWA-Barometer: Methodische Bemerkungen

Die Kennzahlen im AWA-Barometer sind ein Spiegel der vielfältigen Aktivitäten im Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA-SG). Gewisse Zahlen werden aus gesetzlichen Gründen erhoben und werden teilweise auch in öffentlichen Statistiken ausgewiesen oder an Amtsstellen im Kanton oder beim Bund weitergeleitet und dort verarbeitet. Andere werden in erster Linie zu internen Controlling-Zwecken erhoben. Unterschiedlich ist auch die Häufigkeit der Aktualisierung. Sie reicht von monatlich bis jährlich.

 

Die Kennzahlen werden von der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen (FfS-SG) aufgearbeitet. Die Verantwortung für die Kennwerte mit Quelle "AWA-SG" liegt bei letzerem.

 

Im Folgenden soll der methodische Hintergrund der einzelnen Kennzahlen dargestellt werden.

 

Kennzahlen aus der Hauptabteilung Arbeitslosenversicherung

  • Abmeldungen mit Stelle

Gezählt werden Stellensuchende, die sich vom RAV abmelden und als Abmeldegrund den Antritt einer festen oder temporären Stelle melden. Ein steigender Anteil deutet auf eine verbesserte konjunkturelle Situation hin. Der Prozentsatz Abmeldungen mit Stelle wird eher etwas unterschätzt, weil Stellensuchende, die sich abmelden, ohne einen Grund zu melden, als "nicht bekannt" gezählt werden.

 

Quelle: SECO/AVAM

Aktualisierung im AWA-Barometer: monatlich

  • Meldungen zu Massenentlassungen

Gemäss Obligationenrecht und kantonalen Weisungen müssen Firmen, die aus wirtschaftlichen Gründen 10 oder mehr Personen entlassen wollen, dies der kantonalen Amtsstelle melden. Eine starke Häufung solcher Meldungen deutet in der Regel auf eine konjunkturelle Verschlechterung hin, ein Sinken auf eine Verbesserung, weil nur zahlenmässig bedeutende Entlassungen erfasst werden.

Weil die Erfassung der Meldungen 2012 auf eine neue Basis gestellt wurde, liegen die entsprechenden Werte erst ab dem 3. Quartal 2012 vor.

 

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: quartalsweise

  • Voranmeldungen für Kurzarbeit

Methodische Hintergrundinformationen zu dieser Kennzahl fnden Sie auf dem von der Fachstelle für Statistik betriebenen Statistikportal.

  • FfS-Trendbarometer Stellensuchendenzahlen

Methodische Hintergrundinformationen zu dieser Kennzahl fnden Sie auf dem von der Fachstelle für Statistik betriebenen Statistikportal.

Kennzahlen aus der Hauptabteilung Standortförderung

  • Unterstützte Expansionen bestehender Unternehmen

Das AWA-SG unterstützt bereits ansässige Unternehmen bei der Entwicklung und Erweiterung ihrer Aktivitäten im Kanton St.Gallen. Die Kennzahl gibt an, wie viele Arbeitsplätze durch die begleiteten und unterstützten Expansionsprojekte gesichert und wie viele durch die Projekte neu geschaffen werden.

 

Die Informationen zur Zahl der Arbeitsplätze werden nach Abschluss der Projekte bei den Unternehmen erhoben. Sie beziehen sich auf das Jahr des Projektabschlusses.

 

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: jährlich
 

  • Ansiedlungen neuer Unternehmen

Diese Kennzahl umfasst die Zahl der Firmen, die im Falle einer Ansiedlung die Dienste des Kantons in Anspruch nehmen, und die dabei geschaffenen Arbeitsplätze. Sie ist einerseits ein Indikator für die Attraktivität des Kantons als Wirtschaftsstandort, andererseits auch für die Nachhaltigkeit der geschaffenen Arbeitsplätze.

 

Zahlen über Arbeitsplätze neuer Ansiedlungen sind ab 2005 vorhanden, über Veränderungen bei den bestehenden Ansiedlungen seit 2011. Bei grösseren Firmen wird häufiger, aber in der Regel nicht jährlich, nachgefragt oder die Zahlen werden aus anderen Quellen erhoben. Bei kleineren Firmen werden die Zahlen situativ nachgeführt. Die ausgewiesenen Werte können also von den realen nach oben oder unten abweichen. Das AWA-SG rechnet mit einer Fehlerquote von wenigen Prozenten.

 

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: jährlich

Kennzahlen aus der Hauptabteilung Arbeitsbedingungen

  • Meldepflichtige Arbeitnehmende
     

Meldepflichtig sind EU-27/EFTA-Angehörige, die als entsandte Arbeitnehmer/innen, als selbständige Dienstleistungserbringer oder als Arbeitnehmer/innen mit Stellenantritt bei einem schweizerischen Arbeitgeber bis maximal 90 Tage pro Kalenderjahr oder max. 3 Monate in der Schweiz arbeiten. Längere Aufenthalte sind bewilligungspflichtig.

Bei Anstellung bei einem Schweizer Arbeitgeber sowie in einigen definierten Branchen gilt die Meldepflicht ab dem ersten Arbeitstag, bei allen übrigen ab dem achten Arbeitstag.

Weitere Infos sind beim Bundesamt für Migration und beim AWA-SG einsehbar. 

Unter EU27 werden alle EU-Staaten ohne Kroatien, das seit 1. Juli 2013 EU-Mitglied ist, verstanden. EFTA-Mitglieder sind Norwegen, Island und Liechtenstein. 

Dargestellt sind die provisorischen Monatswerte. Die Fachstelle für Statistik erhält jeweils auf das Jahresende die revidierten Gesamttotale, aber nicht die einzelnen Monatswerte. Die Korrekturen sind aber gering, im Jahr 2013 betrugen sie ca. 3 Prozent.

Per 31. Mai 2016 endete die Übergangsfrist für Rumänien und Bulgarien. Seit 1. Juni 2016 geniessen rumänische und bulgarische Staatsangehörige gleich wie die EU25 die volle Personenfreizügigkeit. Dies bedeutet, dass für die Erwerbstätigkeit in der Schweiz bis 90 Tage pro Kalenderjahr eine Meldepflicht und für über 90 Tage eine Bewilligungspflicht besteht. Bei Vorliegen eines Arbeitsvertrags besteht Anspruch auf die Bewilligungserteilung. Das Bewilligungsverfahren läuft nur noch über das Migrationsamt. Eine arbeitsmarktliche Prüfung (Vorrang, Lohn- und Arbeitsbedingungen, Qualifikationen, Kontingente) durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit findet nicht mehr statt.

 

Quelle: Bundesamt für Migration

Aktualisierung im AWA-Barometer: quartalsweise

  • Bewilligungsgesuche für Angehörige von Drittstaaten

Bewilligungsgesuche für Angehörige von Drittstaaten werden gemäss Ausländerinnen- und Ausländergesetz geprüft. Als Drittstaaten gelten alle Staaten ohne die EU-27/EFTA-Staaten, also auch das EU-Mitglied Kroatien. Bei den Bewilligungen kann es sich um Kurzaufenthalts- und Jahresaufenthaltsbewilligungen handeln. Ebenfalls bewilligungspflichtig sind Dienstleistungen von entsandten EU-/EFTA-Staatsangehörigen mit einer Dauer von mehr als 90 Tagen im Kalenderjahr.

Ausländerinnen und Ausländer können zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen wird, dass keine dafür geeigneten inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder Angehörige von Staaten, mit denen ein Freizügigkeitsabkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden können.

Details unter http://www.admin.ch/ch/d/sr/142_20/a18.html.

Per 31. Mai 2016 endete die Übergangsfrist für Rumänien und Bulgarien. Seit 1. Juni 2016 geniessen rumänische und bulgarische Staatsangehörige gleich wie die EU25 die volle Personenfreizügigkeit. Dies bedeutet, dass für die Erwerbstätigkeit in der Schweiz bis 90 Tage pro Kalenderjahr eine Meldepflicht und für über 90 Tage eine Bewilligungspflicht besteht. Bei Vorliegen eines Arbeitsvertrags besteht Anspruch auf die Bewilligungserteilung. Das Bewilligungsverfahren läuft nur noch über das Migrationsamt. Eine arbeitsmarktliche Prüfung (Vorrang, Lohn- und Arbeitsbedingungen, Qualifikationen, Kontingente) durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit findet nicht mehr statt.

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: quartalsweise

  • Industrielle und gewerbliche Baugesuche

Plangenehmigungen und Planbegutachtungen finden im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens statt. Baugesuche für Vorhaben, von denen Arbeitnehmende betroffen sind, z.B. Industrie- und Gewerbebauten, werden durch das Arbeitsinspektorat geprüft. Verfügungen zu einem Industriebau heissen Plangenehmigung, Stellungnahmen zu einem Gewerbebau Planbegutachtung. Diese Unterscheidungen sind im Arbeitsgesetz definiert.

Auch wenn sie nicht alle Baugesuche umfasst, können Veränderungen dieser Kennzahl Hinweise auf kommende Entwicklungen in der Bauwirtschaft geben.

Der starke Anstieg zwischen 2009 und 2010 ist zum Teil auch auf erfassungstechnische Gründe zurückzuführen.

 

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: quartalsweise

  • Arbeitszeitbewilligungen

Unter dem Begriff "Arbeitszeitbewilligungen" werden Gesuche erfasst, die eine Abweichung von den Arbeitszeitregelungen gemäss Arbeitsgesetz zum Inhalt haben. Dabei wird meist um die Bewilligung von Arbeitseinsätzen in der Nacht oder an Sonntagen nachgesucht. Je nach Art des Gesuchs ist für die Bewilligung der Bund oder der Kanton zuständig. Letzterer erteilt Bewilligungen für kurze, befristete Arbeitseinsätze

Die Einflussfaktoren sind schwer zu bestimmen. Vor allem spielen die Lage von Fest- und Feiertagen im Kalender, Betriebsstörungen, Zusatzaufträge und saisonale Schwankungen eine Rolle.

 

Quelle: AWA-SG

Aktualisierung im AWA-Barometer: quartalsweise